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QI-NET: GEMEINSCHAFT FÜR MEDIZINISCHES QIGONG

Der Organkreis Niere:

Die Niere wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin [TCM] oft als die Wurzel des Lebens bezeichnet.

Funktionen der Niere:

Sie speichert die Essenz, eine wertvolle Substanz, die von den Eltern ererbt wird und auch teilweise durch das aus der Nahrung gewonnene Qi ergänzt wird:

Bemerkenswert Ist hierbei, dass die Qualität der Essenz entscheidend zum Zeitpunkt der Empfängnis festgelegt  wird. Sind die Eltern zum Zeitpunkt der Zeugung ausgeruht und deren Essenz in guter Kondition, so wird sich der gezeugte Mensch ebenso hochwertiger Nierenessenz erfreuen können. Sich dieser Tatsache bewusst, bereiten sich beispielsweise wohlhabende Chinesen auf die Zeugung jahrelang körperlich  vor. Umgekehrt sind Nierenschwächen häufig bei Menschen kinderreicher Familien festzustellen.

Eine mangelhafte Essenz kann die Ursache für

Unfruchtbarkeit, Impotenz

Physische oder geistige Minderentwicklung bei Kindern, verzögertes Wachstum

Vorzeitiges Altern

sein. Das Altern ist auf ein physiologisches Schwächerwerden der Essenz im Laufe des Lebens zurückzuführen.

So kann man sich den Verlauf des Lebens im übertragenen Sinne wie das Herunterbrennen einer Kerze vorstellen: Ist der Vorrat des Kerzenwachses durch das Herunterbrennen der Kerze verbraucht, verblasst der Lichtschein, das Leben geht zu Ende. Hier eröffnet sich ein tieferer Sinn des Qigong, durch regelmäßiges Üben die körperlichen Ressourcen wie zum Beispiel die Essenzen in gute Kondition zu bringen und zu erhalten und sparsam zu verbrauchen: ein langes Leben in körperlich und geistig guter Qualität ist das Ziel.


Der Zustand der Essenz bestimmt den Zustand der Niere.

Ist die Essenz in Blüte und reichlich vorhanden, dann ist die Niere stark. Daraus resultiert große Vitalität, sexuelle Kraft und Fruchtbarkeit.

Wenn die Essenz schwach ist, dann ist auch die Niere schwach. Daraus resultiert ein Mangel an Vitalität, sexuelle Schwäche und eventuell Unfruchtbarkeit.


Die Niere produziert das Mark, füllt das Gehirn und die Knochen

Mark ist in der TCM nicht das Knochenmark, sondern eine Substanz, die die gemeinsame Symbiose von Knochen, Knochenmark, Gehirn und Rückenmark darstellt.

Interessant ist der Zusammenhang, der in der TCM zwischen Niere und Gehirn besteht.

Bei starker Nieren-Essenz werden Gehirn, Gedächtnis und Konzentration gestärkt. Denken und Sehen werden geschärft.

Die TCM sagt, dass die Niere die Herkunft von Fertigkeit und Intelligenz ist !

Wenn das Gehirn über das Rückenmark nicht genügend mit Essenz versorgt wird, kann schlechtes Erinnerungsvermögen, schwache Konzentration, Schwindelgefühl, stumpfes Denken und Schlechtes Sehen die Folge sein. Beobachtet man bei Schulkindern Konzentrationsstörungen und Lernschwierigkeiten, so ist das häufig auf eine „schwache Niere“ und in der Folge mangelnde Versorgung des Gehirns mit Essenz die Ursache sein.

Das Knochenmark ernähert die Knochen.

Schwache Nieren-Essenz kann zu brüchigen Knochen, Gelenkproblemen,  oder schlechten Zähne führen, bei Kindern kann behinderte Knochenentwicklung die Folge sein. Knieschmerzen, krumme Wirbelsäule, MS können ebenfalls hier ihre Ursache haben, ebenso rheumatische Beschwerden,  Knochenmarktumor oder Gehirntumor.

Die anfänglichen Symptome sind die häufige Neigung zum Klagen und Jammern über alles Mögliche, Konzentrationsstörungen, Lustlosigkeit (auch sexuell) oder auch Knochenprobleme.

Knochenprobleme sind aber nur Symptome, die eigentliche Ursache ist eine Nierenschwäche. Grundsätzlich soll hierbei gesagt werden, das die Schulmedizin in den meisten Fällen noch keinen (pathologischen) Befund erbringen würde, die Nierenschwäche muß eher als gestörter nieren-bezogener Gleichgewichtszustand im Zusammenwirken der Organe Niere, Leber, Herz, Lunge und Magen/Milz verstanden werden.


Die Niere regiert das Wasser  [ Element Wasser ]

Sie steuert im unteren Bereich (Blase usw.) den korrekten Flüssigkeitsverkehr und kontrolliert die beiden unteren Öffnungen.

Ein Mangel an Nieren – Qi kann zu einem „Leckwerden“ der entsprechenden Öffnungen führen.

Die Nieren transportieren die unverbrauchte Flüssigkeit, um den ganzen Körper zu befeuchten. Auf der anderen Seite scheiden die Nieren die vom Körper verbrauchte Flüssigkeiten aus. Sie transportieren diese Flüssigkeit zur Blase, die sie ausscheidet.

Ist diese Funktion geschwächt, können Ödeme, Schwellneigung, häufiges Wasserlassen oder Ausscheidungsschwäche (weniger oder kein Urin) die Folge sein.


Die Niere ist verantwortlich für das Öffnen und Schließen der Blase. Nieren und Blase sind in der TCM Partnerorgane. Ohne einen Nieren-Grund gibt es kaum einen Grund zur Blasenschwäche (Ausnahmen sind die Folgen etwaiger operativer Eingriffe).

Aber wenn die Blase selbst immer schwächer wird und Erscheinungen wie Blasenentzündung, Inkontinenz, häufiges Wasserlassen (besonders unter Stress, nachts oder unter Kälte) eingetreten sind, ist das einer Nierenschwäche im Sinne der TCM zuzuordnen. Deshalb sollten bei Blasenproblemen die Nieren niemals außer Acht bleiben. Inkontinenz, langfristige Blasenmuskelschwäche, Aftersenkung, Gebärmuttersenkung können die langfristigen Folgen einer  Nierenfunktionsschäche sein.


Sie kontrolliert das Empfangen des Qi

Damit das klare Qi der Atemluft genutzt werden kann, arbeiten Lunge und Niere zusammen. Die Lunge wirkt absenkend auf das Qi, sie lenkt es zur Niere. Die Niere reagiert darauf, indem sie das Qi festhält.

Wenn die Niere das Qi nicht unten halten kann, steigt es „rebellierend“ nach oben und führt zu einer Stauung im Thorax mit Atemnot und Asthma. Dieser Mechanismus ist eine häufige Ursache von chronischem Asthma.


Sie öffnet sich in die Ohren

Die Ohren hängen in ihrer Funktion von der Ernährung durch die Essenz ab, deshalb die physiologische Beziehung zur Niere. Funktionsschwäche der Nieren kann begründen:

Hörsturz, Tinitus, schlechtes Hören in jungen Jahren, Ohrensausen, typisches Geräusch: Piepton, Pfeifen (unter Stress stärker, in Ruhe leiser)


Sie zeigt sich in den Haaren.

Die Haare sind der Nierenspiegel. Auch das Wachstum der Haare hängt von der Ernährung durch die Nierenessenz ab. Bei schwacher Nierenessenz

Wird das Haar dünn, stumpf, brüchig und fällt mit der Zeit ganz aus


Den Nieren schadet Kälte und Feuchte.

Die Nieren sind „Wasserorgane“. Wassercharakter, bedeutet, es fließt immer nach unten und ist kalt. So haben Leute mit schwachen Nieren immer kalte Hände und Füße und frieren leicht. Sie finden es fast nie zu heiß oder zu warm. In Folge darf bei Nierenfunktionsschwächen nie abgeleitet werden, egal ob durch Kräuter, Akupunktur oder Qigong. Es muss immer zugeführt werden, da sonst die Gefahr besteht, dass Energiemangel, weiterer Funktionsmangel, Flüssigkeitsmangel eintritt.

Leute mit schwachen Nieren klagen häufig über Trockenen Mund, trockene Scheide, trockene Haut.

Sie frieren leicht und sind häufig müde und schwach und neigen zum häufigen Jammern.


Nierenemotionen:     Angst, Stress, Schock, diese Emotionen schaden den Nieren.

Alle Organe sind auch an der Produktion unserer Emotionen beteiligt. Die verschiedenen Organe produzieren unterschiedliche Emotionen.

Die Nieren produzieren Angst, Schock und Stress, das ist normal. Aber, wenn die Nieren zu Schwäche neigen, produzieren sie diese Emotionen im Übermaß. Deshalb neigen Leute mit Nierenschwäche ständig zu grundloser Angst. Beispielsweise haben Kinder Angst davor, über die Strasse zu gehen oder mit Erwachsenen zu sprechen, Erwachsene haben Angst, vor dem Autofahren, vor Krankheiten, vor Allem, vor dem Sterben. Frauen haben Angst vor Männern, Männer vor Frauen; sehr Viele haben  vor Arbeitslosigkeit. Diese Menschen haben ständig Angst vor Allem, aber bei näherer Betrachtung eigentlich grundlos. Es gibt Menschen, die so große Angst haben, dass sie sich nicht mehr aus ihrem Haus trauen. Die Schulmedizin ordnet das eher einer kranken Psyche zu!

Nieren produzieren nierentypische Emotionen, das ist normal und auch gesund. Aber wenn die Niere schwächer wird und diese Emotionen im Übermaß produziert werden, bildet sich bei Fortbestehen dieses Zustandes der typische Nierencharakter aus:

Ängstlicher Typ mit Angstanfällen, Angstschwitzen, -Kreislaufstörungen, -Gänsehaut

Herz-Tachykardie, plötzliches Zusammenbrechen

Wegen dieser Angst fühlen sich die Leute immer unsicherer. Sie haben Angst vor Allem, aber unsere Welt fordert, dass man keine Angst haben darf. Man muss stark sein, man muss Erfolg haben. Diese Leute versuchen dann, ihre Angst zu verstecken und das stresst sie noch mehr!

Sie haben Angst, nicht gut genug zu sein, nicht genug Erfolg zu haben, den Anforderungen nicht zu genügen, den Chef nicht zufrieden stellen zu können oder den Mann oder die Kinder.

Sie haben immer das Gefühl, noch besser sein zu müssen und so stressen sie sich selbst immer mehr. Sie fordern sich selbst ständig zu viel, bis sie daran zerbrechen. Sie zeigen nicht, dass sie Angst haben. Deshalb ist das Wort STRESS bei uns so populär.

Hierzulande wird die Ursache für ein derartiges Verhalten fast immer im psychischen Bereich gesucht.

Nierenschwache Menschen bilden übermäßige Nierenemotionen. Das ist keine psychische Krankheit, sondern ein Krankheitssymptom. Wenn die Nieren schwächer sind, werden diese Emotionen noch stärker im Übermaß produziert, aber immer weniger vertragen.

Ängste aufgrund äußerer Einwirkungen, die nicht vermieden werden können, wie beispielsweise ein Autounfall, eine schwere Krankheit bei Nahestehenden oder Arbeitslosigkeit schaden den Nieren auch. Deswegen können Menschen mit schwachen Nieren sehr schwer Angst, Stress oder Schock vertragen. Mögliche Reaktionen wie plötzlicher Haarausfall, Einnässen bei kurzem Schock oder Schreck, Bettnässen bei Kindern ist keine Seltenheit.


J. Frankenberger, Qi-Net - August 2003


      Stand : 05 Dezember 2018